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Verpackung sollte mehr können, als ein Produkt zu schützen

31. Aug.
3 Min. Lesezeit

Wer über Verpackung spricht, spricht schnell über Material.

Welcher Karton? Welches Polster? Papier oder Kunststoff? Welche Maschine?

Und natürlich: Was kostet das Ganze?

Das sind wichtige Fragen. Aber sie greifen oft zu kurz.

Denn eine Verpackungslösung ist Teil eines Arbeitsprozesses. Und damit beeinflusst sie nicht nur den Materialverbrauch, sondern auch Arbeitszeit, Lagerfläche, Beschaffung, Entsorgung und letztlich die Kosten pro versendetem Produkt.

Deshalb finden wir eine andere Frage häufig interessanter:

Was soll durch die neue Verpackungslösung wirtschaftlich besser werden?


Der unsichtbare Teil des Verpackens

Stellen wir uns einen ganz normalen Packplatz vor.

Ein Produkt wird aus dem Regal genommen. Verpackungsmaterial wird geholt. Folie wird abgerollt und zugeschnitten. Das Produkt wird eingewickelt. Vielleicht muss zusätzlich fixiert werden. Anschließend wird der verbleibende Hohlraum im Karton gefüllt.

Keine dieser Tätigkeiten dauert besonders lange.

Genau deshalb fallen sie kaum auf.

Werden aus 30 Sekunden zusätzlicher Arbeit aber 500, 1.000 oder 5.000 Verpackungsvorgänge im Monat, wird aus einer kleinen Handbewegung plötzlich relevante Prozesszeit.

Die interessante Frage lautet deshalb nicht nur:

Wie viel kostet das Verpackungsmaterial?

Sondern auch:

Wie viel Arbeit erzeugt es?

Aus Kundensicht geht es dabei nicht darum, jede Sekunde in Euro umzurechnen. Es geht darum, vorhandene Arbeitszeit möglichst sinnvoll einzusetzen.

Oder anders gesagt: Ein Mitarbeiter, der weniger Zeit mit Schneiden, Wickeln, Suchen oder Nachfüllen verbringt, kann diese Zeit für andere Aufgaben nutzen.


Manchmal ist die einfachere Lösung die wirtschaftlichere

Das bedeutet übrigens nicht automatisch mehr Technik.

Im Gegenteil.

Für manche Anwendungen kann eine Maschine sinnvoll sein. Für andere wäre sie unnötig.

Ein einfaches Beispiel sind empfindliche Flaschen, Gläser oder ähnliche Produkte. Hier können vorgefertigte Honeycomb Paper Sleeves interessant sein: Hülle über das Produkt ziehen, in den Versandkarton legen, fertig. Zuschneiden und aufwendiges Wickeln entfallen.

Bei wechselnden Produktformen kann dagegen eine Honeycomb Paper Box mit herausziehbarem Wabenpapier sinnvoller sein.

Und bei größeren Verpackungsvolumina kann irgendwann eine Maschine wirtschaftlich interessant werden.

Die richtige Lösung hängt also nicht davon ab, welches Produkt technisch am meisten kann.

Sie hängt davon ab, was zum Prozess passt.


Auch Abfall kann Teil der Rechnung sein

Ein besonders anschauliches Beispiel dafür ist Kartonage.

Viele Unternehmen erhalten regelmäßig Waren in Versandkartons. Die Kartons werden ausgepackt, gesammelt und anschließend entsorgt.

Gleichzeitig wird an anderer Stelle neues Polster- oder Füllmaterial eingekauft.

Damit entstehen zwei Prozesse:

Material entsorgen.

Und:

anderes Material einkaufen.


Mit einem CartonJet lässt sich geeignete gebrauchte Kartonage zu Polstermaterial weiterverarbeiten.

Aus etwas, das bisher am Ende eines Prozesses stand, wird damit ein Material für den nächsten Verpackungsvorgang.

Ob sich das wirtschaftlich lohnt, hängt natürlich von der vorhandenen Kartonmenge, dem Verpackungsvolumen und den bisherigen Kosten ab.

Aber genau darum geht es:

Nicht zuerst die Maschine betrachten.

Zuerst den Prozess betrachten.


Eine gute Verpackungslösung sollte mindestens eine Sache verbessern

Nicht jedes Unternehmen hat dieselben Prioritäten.

Für den einen ist Arbeitszeit knapp.

Beim nächsten fehlt Lagerfläche.

Ein anderer möchte weniger unterschiedliche Verpackungsmaterialien beschaffen.

Und bei einem vierten Unternehmen verursachen beschädigte Produkte oder Retouren die größten Kosten.

Deshalb kann „besser verpacken“ sehr Unterschiedliches bedeuten:

·       weniger Arbeitsschritte

·       geringerer Materialverbrauch

·       weniger Lagerbedarf

·       weniger Beschaffungsaufwand

·       Nutzung vorhandener Materialien

·       weniger Entsorgungsaufwand

·       besserer Produktschutz

·       weniger Schäden und Retouren

·       ein einfacher skalierbarer Verpackungsprozess

Erst wenn klar ist, welcher dieser Punkte relevant ist, lässt sich sinnvoll über eine konkrete Lösung sprechen.


Nicht jede Einsparung steht auf der Materialrechnung

Das macht Verpackung gleichzeitig so interessant.

Ein Material kann im Einkauf günstig sein und im Prozess teuer.

Ein anderes kann pro Stück etwas mehr kosten, dafür aber deutlich einfacher zu verarbeiten sein.

Eine Maschine verursacht zunächst eine Investition, kann anschließend aber laufende Kosten reduzieren.

Und eine sehr einfache Lösung ohne Maschine kann wirtschaftlicher sein als eine technisch aufwendigere Alternative.

Deshalb betrachten wir bei Selectpack Verpackung gerne nicht isoliert als Produkt.

Wir möchten verstehen:

Wie verpacken Sie heute? Wo entsteht Aufwand? Was verbrauchen Sie? Und welcher Teil davon ließe sich einfacher lösen?

Denn am Ende sollte eine gute Verpackungslösung nicht nur dafür sorgen, dass ein Produkt sicher beim Empfänger ankommt.

Sie sollte auch den Weg dorthin sinnvoller machen.


Weitergedacht: Wie lässt sich das konkret berechnen?

Die wirtschaftliche Betrachtung endet nicht bei der grundsätzlichen Frage, ob ein Verpackungsprozess verbessert werden kann.

Spannend wird es bei der Frage, wie sich diese Verbesserung konkret bewerten lässt.

Wie sich diese wirtschaftliche Betrachtung konkret berechnen lässt, zeigen wir in unserem Beitrag zu den Total Cost of Packaging. ...seit gespannt, der Link dazu wird am 07.09.2026 geposted.




 
 
 

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